Steam-Box im Eigenbau

bearbeitet September 2013 in Offtopic
Das gleichnamige c´t-Projekt hat mich sehr zum nachahmen inspiriert. Zum einen weil mir die PS3 (FAT) von der Lautstärke her auf den Senkel geht aber auch weil sie beim Nichts- und Wenigtun im eingeschalteten Zustand schon über 170Watt verbrät was wiederum die Lautstärke erklärt. Zudem zickt Sie bei zahlreichen Codec-Formaten trotz transkodierendem PS3-Media-Server ziemlich rum. Gespielt habe ich dann auf der PS3 wenig bis nie, war meine Motivation doch eher gering mit über 230 Spielen in der Steam-Bibiliothek plus zahlreicher GoG-Titel irgendein Spiel 2x zu kaufen um es dann in miesen 720p bei matschigen Texturen auf dem TV zu erleben.

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So liegt der Vorteil auf der Hand: Auf der Steam-Box kann ich auf meine gesamte Spielebibliothek zugreifen und sogar dort weiterspielen wo ich am Gaming-Porno-PC zuletzt aufgehört habe (Cloud-Save vorausgesetzt). Ich kann GoG-Dos-Box-Titel von 1990 spielen wo eine Konsole noch nicht mal mehr die gekauften Titel der Vorgängergeneration wiedergibt. Ich habe keine Codec-Probleme und kann uneingeschränkt Mediatheken und Streaming-Dienste nutzen, denn auf der PC-Basis läuft eben einfach alles. Dazu noch unhörbar leise, energieeffizient und gegenüber aktuellen Konsolen in FullHD mit knackscharfen Texturen.

Der Preispunkt um 400,-€ der für die c´t wichtig war interessiert mich freilich wenig, wenn wir schon PC-Teile als Basis nutzen dann kann man die Kuh ruhig richtig fliegen lassen und die Steam-Box auch gleich als HTPC auslegen, immerhin will ich ja auch weiterhin BDs/DVDs schauen und HDMI wie optischer Audio-Ausgang legen es nahe.

Dennoch, die Basis aus der c´t habe ich beibehalten:

Gehäuse, LC-Power LC-1400mi mini-ITX PC-Gehäuse inkl. 200W (1x 5,25 externe, 1x 3,5 interne, 2x USB)
Mainboard, MSI 7792-010R Sockel FM2 (mini-ITX, AMD A75, DDR3 Speicher, 4x SATA III, DVI, VGA, HDMI, WiFi, 4x USB 3.0)
Speicher, Kingston KHX1866C9D3K2/8GX Arbeitsspeicher 8GB (1866 MHz, CL9) DDR3-RAM
BD-Brenner, LiteOn iHBS112-115 interner Blu-ray 12x Brenner SATA schwarz

Statt einer Magnetplatte mit Antivibrationsrahmen setze ich jedoch auf eine Samsung 840-Series SSD mit 240GB
Statt der Trinity-APU A10-5700 setze ich auf die neue Richland-APU A10-6700 (dafür muss dass Board BIOS-Version 2.0 haben, wenn noch nicht der Fall lässt sich dies nur mit einer Trinity-APU bewerkstelligen und dann kann erst die Richland-APU eingebaut werden)

Nun kommen schlaue Leute und sagen "der A10-5800k/A10-6800k kostet aber dasselbe oder weniger und hat mehr MHz und einen freien Multiplikator". Ja, das stimmt, die K-APUs haben aber auch 100Watt TDP und der unwesentlich langsamere 5700er/6700er hat 65-Watt. Ich war auch so schlau, also bitte lasst es, die Abwärme ist im mITX kaum abzuführen und das Ding hat dann mit leise nichts mehr zu tun. Angesichts von 3.7-4.2GHz weiß ich auch nicht was man da noch übertakten will, dafür ist mini-ITX nun wirklich nicht die Plattform der Wahl.

Noch schlauere Menschen werden sagen die CPU-Leistung des AMD sei total schlecht. Schaut man sich Benchmarks an, kann man dies oberflächlich auch bestätigen, in der Praxis bei der Medienwiedergabe ist das aber Latte und beim Spielen noch mehr, denn hier limitiert uns eh immer die integrierte GPU. Videos und BD werden direkt in Hardware decodiert, dafür takten weder CPU noch GPU aus ihren Idle-Taktraten hoch. Außerdem nimmt die SSD jedes Gefühl von Langsamkeit.

Natürlich kann man von der integrierten GPU keine Wunder erwarten, dennoch schlägt sie jede aktuelle Konsole und das in 1080p statt 720p. Skyrim, Tomb Raider, Remember Me sowie alle "Unreal-Engine-Titel" bis dato lassen sich durchaus optisch noch sehr ansprechend spielen. Zumindest ein GTX680-Besitzer der auch nur in 24"-FullHD spielt wurde angesichts meiner Tomb Raider Präsentation auf dem 46"-TV in mittleren Details durchaus blass. Klassiker, Adventures, Walking Dead, Civ5. Torchlight 2 kann ich gar voll aufbretzeln, auch Neverwinter läuft recht gut und sogar iRacing packt die APU gut (wobei ich hier nur Rennen anschaue).

Einsehen musste ich allerdings, dass ich mit Gamepads nicht klarkomme und wenn schon, dann ist hier der Xbox-Controller für PC alternativlos. Aber zum Gluck gibt´s für Leute wie mich den Couchmaster von Nerdytec. Da dann PC-würdiges Eingabegerät drauf (sprich: Cordless Maus und Tastatur) und es gibt keine Grenzen mehr.

Zur BD-Wiedergabe braucht es dann auch noch ein kleines Investment: PowerDVD 13 von Cyberlink. Das Ding schlägt jeden vielfach teureren Standalone-Player um Welten! Über eine "App" lassen sich Android-Tablet oder Smartphone als Fernbedienung nutzen.

Was man nicht hat, ist eine simple einheitliche Oberfläche ohne Brüche. Es bleibt halt ein PC der mir im Gegenzug sehr viel Freiheit bietet und die ist mir allemal lieber als die Knebelei der Konsolen.


Kommentare

  • Hier noch einige Daten zur Leistung und Leistungsaufnahme, alle Benchmarks "Default", AMD Catalyst 13.4 Final "Default", Win7x64.

    Benchmarks:

    3DMark Ice Storm -> 56206 (175195*)
    3DMark Cloud Gate -> 5837 (21202*)
    3DMark Fire Strike -> 1007 (9852*)
    Unigine Heaven 4.0 Basic Preset -> 565 (3193*)

    *Diese Werte entstammen zum Vergleich von einem echten Gaming-PC mit I5-3570k@4.5GHz und 2x AMD Radeon 7970 im Crossfire (im Heaven-Bench ist Crossfire nicht aktiv da dieser im Basic-Preset im Fenster läuft, hier werkelt also nur eine 7970)

    Leistungsaufnahme:

    Desktop Idle -> 34 Watt
    MP3-Wiedergabe Windows Media Player ohne Visualisierung -> 34 Watt
    Youtube-Wiedergabe 1080p -> 80 Watt
    Youtube-Wiedergabe 4k -> 105 Watt
    Streaming im LAN 1080p MP4 mit PowerDVD13 -> 41 Watt
    BluRay-Wiedergabe (Der Hobbit) mit PowerDVD13 -> 63 Watt
    3DMark Cloud Gate (Spitzenwert) -> 116 Watt
    3DMark Fire Strike (Spitzenwert) -> 110 Watt
    3DMark Ice Storm (Spitzenwert) -> 126 Watt
    Civilization 5 -> 86 Watt
    Torchlight 2 -> 110 Watt
    Skyrim -> 85 Watt
    Sniper Elite Zombie Army -> 106 Watt

    Standby -> 0-3 Watt (das Messgerät kann keine genauen Daten mehr liefern, man kann davon ausgehen dass die Box unter dem geforderten 1 Watt liegt.)

    Aufwachzeit aus dem Standby bis zur kompletten Betriebsbereitsschaft -> 5s (geht sogar noch schneller, der TV reagiert allerdings recht träge bis er ein Bild zeigt)
  • Preis für Eigenbau? Und da wird es vermtl. schon wieder weniger interessant.... :-(
  • Das kommt ja auf die Ausstattung an und was man noch so rumliegen hat. In der Basis-Version als reine Steam-Box ohne optisches Laufwerk und mit 1TB Magnetplatte liegt das Ding wohl um 400,-€ meine ich mich zu erinnern.

    Basis:

    Gehäuse inkl. 200 Watt Netzteil -> 36,-€
    Board -> 82,-€
    RAM -> 88,-€
    APU -> 142,-€
    1TB HDD -> 62,-€ oder 250GB SSD -> 149,-€
    Gehäuselüfter -> 12,-€

    Also 422,-€ mit HDD oder 509,-€ mit SSD

    Optional:

    BD-Brenner -> 72,-€
    Logitech K400 kompakte Touchpad-Tastatur -> 31,-€
    Cordless Desktop Cherry ZF 5000 -> 29,-€
    Xbox 360 Wireless PC Controller -> 40,-€
    Couchmaster -> 89,-€ bis 129,-€
    TV-Tuner, Digital Devices Cine CT -> 159,-€
    TV-Tuner, Digital Devices Cine S2 -> 169,-€
    TV-Tuner-Zubehör, Digital Device CI -> 79,-€

    Software :

    Windows 7 Home 64-Bit -> 85,-€
    PowerDVD 13 je nach Edition -> 40-90,-€

    Es gibt HTPC-Gehäuse die allein soviel Kosten wie das gesamte Basispaket. Die sind natürlich auch schicker. Ist halt PC-Technik, kannst Du ja komplett selbst bestimmen was Du ausgeben willst. Leiser als mit diesem preiswerten Grundpaket geht es allerdings kaum. Taugt jetzt aber auch nicht zum ArmA3 spielen.

    So wie ich es habe liegt das Ding bei genau 1000,-€.

    Der Kabeltuner+CI wird wohl meine nächste Tat und dann hat es sich auch. Wobei, ein BT-Headset und eine MC-Fernbedienung wären dann wohl auch nicht schlecht.
  • Ich bin ja hierauf scharf. Demnächst sollen sie kommen -> Intel NUCs auf Haswell Basis.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Intels-Mini-PC-NUC-bekommt-USB-3-0-1876502.html

    Allerdings hole ich mir vtl. nur das Board (Kantenlänge 10x10 cm) und würde mir ein passendes fanless Gehäuse kaufen.
    Die TDP der Boards mit 15W ist mal nicht zu verachten.
    "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Zitat von Albert Einstein)
  • Das Ding kann dafür auch nichts. Weiter weg vonner Steam-Box wäre jetzt nur ein TI-30. Spieleleistung null, wo steck ich meine BluRays rein? TV-Tuner passt auch nicht rein.

    Und für die beknackten NUCs gibt Intel seine Mainboard-Sparte auf. Als Thin- oder Office-Client ja ganz nett aber irgendwie auch über.
  • Das Ding kann dafür auch nichts. Weiter weg vonner Steam-Box wäre jetzt nur ein TI-30. Spieleleistung null,
    Ich hoffe doch, das die ein Board mit der Iris Pro 5200 Grafik rausbringen. Damit sollten auch Spiele möglich sein. Allerdings gebe ich dir Recht, daß die Performance eingeschränkt, ggü. anderen Grafiklösungen ist.

    Auf CB gibts einen Test dazu:
    http://www.computerbase.de/artikel/grafikkarten/2013/intel-iris-pro-5200-grafik-im-test/
    wo steck ich meine BluRays rein? TV-Tuner passt auch nicht rein.
    Evtl. ein schickes Fanless Gehäuse von Streacom. Da gibt es einige, die eine Aussparrung für einen Slot-In Optical Drive haben. Das hier z.B. (Leider ist der Formfaktor Mini-ITX, und daher nicht für Intel NUC, oder mann macht sich das passend)

    http://www.computerbase.de/artikel/gehaeuse-und-kuehlung/2013/streacom-fc8-evo-passivgehaeuse-im-test/

    Den TV-Tuner würde ich als DVB-T Stick über USB anschliessen. Wäre eine Variante ;) .
    "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Zitat von Albert Einstein)
  • Ja, bei der Iris muss Intel allerdings noch viel Treiberarbeit leisten. Hier ist ein NUC mit HD5000 angekündigt/gezeigt -> http://www.tomshardware.com/news/Intel- ... 22989.html

    AMDs Kaveri steht ja allerdings schon in den Startlöchern.

    DVB-T ist für mich jetzt weniger interessant. Ein Dual-Kabel-Tuner mit Timeshift, schnellen Schaltzeiten und CI für die Keycard ist schon Pflicht. Das reizvolle an mini-ITX ist ja eben die Kompaktheit in Verbindung mit preiswerten Standardkomponenten und voller Modularität.

    Intel packt ja nur seine Notebook-Technik in Mini-Gehäuse. Eigentlich nichts weiter als Apples Mac mini. Das hat für bestimmte Anwendungszwecke seinen Reiz, insbesondere wenn man den "PC" hinten an die VESA-Halterung des Monitores schrauben kann, in meinem Wohnzimmer sehe ich sowas allerdings eher nicht weil ich es so einfach nicht gebrauchen kann.

    Mit der Steambox spare ich mir PS3, BD-Player und demnächst den Receiver. Da kann ich den Platzbedarfs eines mini-ITX-Gehäuses doch recht gut verknusen.
  • Ich bin auch noch am Überlegen, was am besten ist, für meine Ansprüche.
    Entweder ein HTPC auf mini-ITX Basis oder ein Intel NUC. Ich muss mir erstmal klar werden,
    was ich alles damit machen möchte. Also ob XBMC oder openELEC für meine Bedürfnisse ausreichen,
    oder obs mehr sein darf.
    AMDs Kaveri steht ja allerdings schon in den Startlöchern.
    Hast du einen Link dazu?
    "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Zitat von Albert Einstein)
  • Man muss übrigens nicht zitieren wenn man direkt aufeinander antwortet, die Zusammenhänge schafft mein Hirn noch. ;-)

    Nein, zum Kaveri gibt es noch nicht viel neues. Der Richland ist ja gerade erst dem Trinity gefolgt. Kaveri wird erst Anfang 2014 kommen. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern wird der Grafikkern statt VLIW4 (ab Radeon 6900-Serie) dann GCN (Radeon 7000) basiert sein während die CPU-Kerne von "Bulldozer" zu "Steamroller" aktualisiert werden. Während die GCN-GPUs ja doch über jeden Zweifel erhaben sind wird es natürlich auch interessant wie Steamroller CPU-Seitig einschlägt. Ist für ein Mediacenter und Spiele allerdings wiederum nicht wirklich bedeutsam. Spannend wird vor allem HSA sein, was einen echten "unified Speicherzugriff für CPU und iGPU" darstellt. Die Kaveri-GPU wird also allein durch GCN schon einen deutlichen Schub erfahren.

    Ich denke der Kaveri wird das sein, was der verwendeten Technik in der PS4 und Xbox One am nächsten kommt und für uns normal Sterbliche einzeln erhältich sein wird. Wenn man also sieht das beide neuen Konsolen (PS4+XBone) AMD-GPUs auf GCN-Basis an Board haben stellt sich für mich grundsätzlich nicht die Frage was die Hardware für eine "Steam-Box" sein sollte. Intel bekommt als Grafik-Marktführer seit über einem Jahrzehnt keine brauchbaren Treiber hin die mehr als Office können und auch die Ankündigung für die "Iris" alle drei Monate neue Treiber bringen zu wollen ist schon weltfremd. Was soll nVidia jetzt noch machen auf dem Consumer-PC-Markt wenn wir wissen wofür heute 80% aller Titel entwickelt werden? Das muss NVidia wiederum schon lange nicht wirklich kümmern, suchen die ihr heil schon seit Jahren erfolgreich im HPC-/Workstation-Bereich mit ihren Teslas/Keplers und Quadros sowie mit Mobil-Chips wie dem Tegra (Smartphones und Tablets) und ihrer komischen darauf basierten eigenen Konsole "Aua" oder so. Spiele-GPUs für den PC sind bei NVidia nur noch Nebenprodukt (ein zugegeben gutes!) der Entwicklung für das High-Performance-Computing und Workstationgeschäft. Vermutlich auch um einiges lukrativer als die Konsolen-Deals von AMD. Ein paar schwarze Zahlen wären AMD zu wünschen, vielleicht können sie dann den eigenen Firmensitz zurück kaufen den sie kürzlich verkauft haben um ihn nun teuer zu mieten. NVidia wird sich den Zweikampf ob der anderen lukrativen Bereiche weiterhin leisten können, die Frage ist allerdings ob sie das wollen wenn demnächst zwei Konsolen und ein nicht unerheblicher Anteil an PCs bei den GPUs "AMD" sprechen für und auf der direkt entwickelt wird. Wird auf jeden Fall spannend.

    Will ich nur einen HTPC haben, kann ich natürlich auf ganz andere Technik setzen (wobei ein HTPC ohne optisches Laufwerk, was soll das sein?). Aber der Thread heisst ja "Steam-Box" und die ist zum Zocken und die habe ich mir wo ich schon dabei war halt zum HTPC erweitert. Will ich definitiv gar nicht zocken dann kann ich mir seit Jahren auch schon das hier kaufen -> http://www.zotac.com/products/mini-pcs/ ... nt/10.html

    oder einige hundert vergleichbare Boxen, Kisten und Kästchen.

    Das gibt´s schon so lange, da konnte man mit Intel-Hardware (Atom) jahrelang nicht mal ein 1080p YT-Video flüssig abspielen.

    Letztlich ist das was Du willst ja weder ein HTPC noch eine Steam-Box, sondern einfach nur ein Mini-PC der so ziemlich nichts kann, bestenfalls ein Streaming-Client. Ich weiß nicht ob Du da mit ner Dreambox nicht besser fährst.

    Wenn Du einen Vergleich zu den Intel NUCs suchst, bist Du bei der hier eingesetzten APU eh komplett falsch denn wenn Du sparsame und aufgelötete CPUs willst heissen die bei AMD "Temash" und "Kabini" -> http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardw ... d-1070614/ , deren großer Bruder der Kaveri sein wird.
  • Da ich noch etwas Bock auf Basteln hatte habe ich den ganzen Kram in ein neues Gehäuse umgebaut und ein wenig erweitert:

    Cooler Master Elite 130
    Seidon 120V Wasserkühler
    Bequiet PurePower L8, 300 Watt
    Samsung 500GB HD501LJ (aus dem Fundus, die 256er SSD wird doch recht eng)
    MSI Radeon HD 7790 2GB

    Das neue Gehäuse bietet nun ausreichend Platz auch für dickste und längste Grafikkarten bis hin zur 7990 sowie für ein Standard-ATX-Netzteil, eine weitere Festplatte und bietet somit auch mehr Raum für eine anständige Kühlung (12cm-Lüfter in der Front, 8cm in der Seite). Im Gegenzug ist das Gehäuse auch doppelt so hoch und deutlich tiefer als das bisherige LC-Power aber immer noch schick genug fur's Wohnzimmer.

    Die Montage ist ein Schraubinferno direkt aus der Hölle, ich habe mich zudem auch selten dämlich angestellt insbesondere bei der Montage des Seidon und zwar sowohl beim Kühlblock als auch des Radiators. Ich habe mir blutige Finger geholt bei rund vier Stunden Montageaufwand.

    Habe ich mir noch Sorgen gemacht man könnte die uralte Samsung-Platte (die auf Gummi-Nippeln gelagert montiert wird die beim Gehäuse dabei waren) lautstark vernehmen waren diese nach dem Einschalten sofort verflogen. Das unfassbar hohe Flirren der Seidon-Pumpe übertönte dann doch alles. Jeder Versuch die Pumpendrehzahl (3-Pin Lüfter-Anschluss) zu regeln schlug erstmal fehl. Flugs habe ich den 12cm-Radiator-Lüfter (4-Pin PWM) und die Pumpe auf den Board-Anschlüssen getauscht und konnte so die "Pumpe" alias jetzt Gehäuselüfter in der MSI-Software auf 50% drosseln und der 12cm Lüfter säuselt unhörbar bei 700rpm herum (kann bei bis zu 2700rpm aber auch anders). In dieser Minimaldrehzahl ist es durchaus akustrisch verträglich und die CPU-Temperatur war auch unter lang anhaltender Volllast nicht über 50°C zu bringen, hier ist also noch viel Spielraum für warme Sommertage ohne Drehzahlerhöhung.

    Der 8cm-Lüfter an der Seite flog raus, blockieren S-ATA-Kabel und 24-Pin-Stromanschluss ohnehin den Luftfluß und eben den Zugang zu besagten Anschlüssen. Das Netzteil kann mit dem Lüfter nach oben oder unten eingesetzt werden, um zur Gehäuselüftung beizutragen baue ich es sinnvollerweise mit dem Propeller nach unten ein damit wir einen Luftstrom über das Mainboard erreichen und die Warmluft aus dem Gehäuse bekommen. Vorne bläst wie gesagt ein 12cm-Lüfter über den Radiator des CPU-Wasserkühlers und die Festplatte ein.

    Die Grafikkarte bleibt in dieser Konstellation zu jeder Zeit unauffällig und zieht Frischluft direkt von außen über die Lüftungsschlitze der Gehäuseseite ein. Die Radeon 7790 liegt leistungsmäßig auf dem Niveau einer 5850 und ist in FullHD etwa dreimal schneller als die integrierte GPU des Richland 6700. Das reicht für maximale Detailfülle (Ultra) auch für Grafikreißer vom Schlage eines FarCry3 inkl. 2xMSAA.

    Die Leistungsaufnahme in Idle ist von 34 auf 47 Watt gestiegen, unter Last von 126 Watt auf 155 Watt. Gemessen am Leistungszuwachs ist das vertretbar (Gamingperformance um den Faktor 3 erhöht in FullHD). Schenken kann man sich den Seidon Wasserkühler, die Pumpe ist von der Geräuschentwicklung und der Art des Geräuschs einfach erbärmlich.
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